Philosophie Zu   den   bedeutendsten   Texten   über   Yoga   zählen   die   Upanishaden   (um   500   v.   Chr.),   die   Bhagavad   Gita   (200   v.   Chr.-200   n. Chr.),   das   Yoga   Sutra   des   Patanjali   (um   350   n.   Chr.)   sowie   die   Hatha-Yoga   Pradipika   von   Svatmarama   (15.   Jh.).   Dabei   gilt das    Yoga    Sutra    als    zentraler    Ursprungstext    des    Yoga,    in    dem    die    Essenz    des    Yogaweges    im    8-gliedrigen    Pfad zusammengefasst ist. Die   acht   Glieder   des   Yoga   sind   ein   Weg   der   Erfahrung   von   Achtsamkeit   und   Bewusstheit   und   bilden   die   Grundlage   der Übungspraxis.   Alle   Glieder   stehen   in   Beziehung   zueinander   und   lehren   uns,   dass   viele   Prozesse   parallel   und   gleichzeitig verlaufen   können.   Sie   haben   das   einzige   Ziel:   die   seelisch-geistigen   Vorgänge   zur   Ruhe   kommen   zu   lassen.   Jedes   Glied unterstützt   den   individuellen   Entwicklungsprozess.   Soll   Yoga   ein   spiritueller   Weg   sein,   so   sind   die   yamas   und   niyamas (soziale     und     persönliche     Verhaltensgrundsätze)     essentieller     Bestandteil     der     Praxis.     Dabei     geht     es     um     die Auseinandersetzung mit den eigenen Schwächen und der Kultivierung von Tugenden.  1. Leitlinien, im Umgang mit uns selbst, zwischenmenschenlichen Beziehungen und der Mitwelt (yamas) Gewaltlosigkeit mit sich, der Umwelt und allem Lebenden (ahimsa) Wahrhaftigkeit und Eigenverantwortlichkeit leben (satya) Nicht-Stehlen (asteya) eine Balance aus Geben und Nehmen Aufrichtigkeit, reiner Lebenswandel und Ausrichtung auf das was wesentlich ist (brahmacharya) Nicht-Besitzergreifen (aparigraha) uns auf das ausrichten, was wir brauchen, ohne uns damit zu identifizieren 2. innere Disziplin mit uns selbst (niyamas) gesunde Lebensführung, körperlich und geistig (sauca) eine grundsätzliche Zufriedenheit (samtosha) und Akzeptanz mit den Dingen, so wie sie sind ein inneres Feuer, um die eigene Entwicklung voran zu bringen (tapas) Vertiefen, Verinnerlichen und Verstehen entwickeln (svadhyaya) Vertrauen auf unsere innere Mitte, Hingabe an etwas in uns, dass unsere Person übersteigt (ishvara pranidhana) 3. Yogapraxis, Körperübungen (asana) 4. Atemübungen und -schulung (pranayama) 5. Rückzug der Sinne (pratyahara) 6. Konzentration (dharana) 7. Zustand der Meditation (dhyana) 8. ein Erwachen von innen heraus (samadhi) Yoga -  ein persönlicher Erfahrungsweg, der eine Tür nach innen öffnet.
yogaobersee | Cathleen Epper | dipl. Yogalehrerin YCH| Birthlight Perinatal Yoga Teacher  | cathleen.epper@yogaobersee.ch | M 079 705 40 82