Wie Yoga wirkt Die menschliche Biologie, Anatomie und Physiologie ist äusserst komplex ebenso wie die Kunst des Yoga.  Yoga beeinflusst die Knochen, Gelenke, Knorpelstrukturen, Sehnen, Bänder  und Muskeln und damit den gesamten Stütz- und Bewegungsapparat. Während der Yogapraxis werden oft einzelne spezifische Muskeln oder gesamte Muskelgruppen kontrahiert, um andere Muskeln zu dehnen. Die Dehnung erfolgt allein aufgrund des Körpergewichts. In Bewegungsabläufen wie dem Sonnengruss – surya namaskar wird der Kreislauf angeregt, die Durchblutung  gefördert und die Haltemuskulatur des Körpers gekräftigt. Organe und Muskeln sind mit dünnen Bindegewebsschichten überzogen, den Faszien. In diesen Faszien sind sensible Nerven eingebettet. Mittels Dehnen während dem statischen Halten einer Position  kann das Nervensystem  angesprochen werden (wie zum Beispiel im herabschauenden Hund  adho mukha shvanasana). Dadurch lassen sich  emotionale und energetische Knoten lösen.  Im Yoga werden gezielt die drei Muskelgruppen des Beckenbodens trainiert. Wenn die Beckenbodenmuskulatur schwach ist verliert das Becken seinen Halt, kippt nach vorn und der Beckenboden senkt sich immer weiter ab. Das bewusste Zusammenziehen und Lösen  der Beckenbodenmuskeln  hält die unterste Beckenwand elastisch und stabil. Regelmässiges Üben verbessert den Muskeltonus des Beckenbodens.  Folgend kann sich das Kreuzbein etwas mehr  aufrichten und der untere Rücken wird langfristig entstaucht. Weiter regt Yoga den Flüssigkeitstransport zwischen Bindegewebe und Organen an. Durch den Wechsel von An- und Entspannung wird die Wirbelsäule und die Organe vermehrt mit Flüssigkeiten versorgt  (beispielsweise im halben Drehsitz – ardha matsyendrasana). Das unterstützt sie in ihren Funktionen sowie der Regeneration. Das Gehirn kontrolliert die Atmung, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Während der Yogapraxis werden die Bewegungen auf den Atemrhythmus abgestimmt. Zusätzlich werden Atemübungen zur Verfeinerung und Schulung des Atmens eingesetzt mit der Absicht die Lebensenergie (prana) ungehindert zum Fliessen zu bringen und so eine Verbindung zwischen Bewusstem und Unbewusstem zu schaffen.
yogaobersee | Cathleen Epper | dipl. Yogalehrerin YCH| Birthlight Perinatal Yoga Teacher  | cathleen.epper@yogaobersee.ch | M 079 705 40 82